Nebenplatz Glückaufkampfbahn

Nur wiederum 4 Tage nach der vergebenen Chance in Gladbach stand das letztendlich entscheidende Spiel gegen den Nachwuchs von „Vizekusen“ auf dem Programm. Die Konstellation war bekannt, so dass sich ca 900 bis 1.000 Zuschauer in der Glückaufkampfbahn einfanden. Eine stattliche, und auch nötige Anzahl, welche dafür sorgen sollte, dass das Team auch nicht eine Minute lang vergessen sollte, um was es hier ging.

So begannen die Blauen das Spiel auch entsprechend stürmisch, was bereits in der 5. Minute zum 1:0, und somit zum ersten Jubelorkan, führte. Klaus Salmutter, über welchen es später noch zu berichten gilt, mit einer Direktabnahme nach Hankeflanke. Auch danach war das Heft fest in Schalker Hand, weitere Chancen folgten, wobei Mike Hanke den linken Pfosten traf.
Mit der 1:0 Führung ging man dann auch in die Kabine.

Kurz nach der Pause dann das überraschende 1:1 durch Frank Schroden. Zeitgleich erhielt man die Information, dass das Böse in Bochum mit 1:0 führt. Ein weiteres Gegentor hätte also das Ende aller Meisterschaftsträume bedeutet. Und nur Minuten später wäre es fast geschehen, ein gefühlvoller Heber der Leverkusener traf aber lediglich den Querbalken.

Dann allerdings nahm sich Fabian Lamotte in der 64. Spielminute den Ball, um zu einem seiner Sololäufe übers komplette Feld anzusetzen, welcher erst durch ein Foul im Strafraum gebremst wurde. Den fälligen Strafstoss verwandelte Mike Hanke zum 2:1, wodurch er sich auch mit nunmehr 24 Treffern die Torjägerkanone sicherte.

„Deutscher Meister wird nur der S04!“ schallte es über die ehrwürdige Glückaufkampfbahntribüne.Aber die Begeisterung konnte noch gesteigert werden, denn 10 Minuten später erzielte Christian Haufe das 3:1.

Nun war es auch egal, dass die Biene Majas in Bochum bereits mit 2:0 führten. In der 79. Minute dann noch das 3:2, was die Qualifikation allerdings nicht mehr gefährden sollte. Lediglich bezüglich des Westfalenmeistertitels kam noch einmal leichte Nervosität auf, da dieser bei einem 3:3 an den BvB gegangen wäre.

Aber nichts da: 11 Minuten später war es Gewissheit. Der 3. Titel, sowie die Teilnahme an der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft waren unser. Jubelszenen aller Spieler, Betreuer und Zuschauer, sowie ein wild umher hüpfender Norbert Elgert bestimmten das Bild.

„Unglaublich, die Truppe überrascht mich immer wieder aufs Neue“, teilte der scheidende Coach, welcher nach dem Spiel die ein oder andere Eisdusche erfuhr, der Öffentlichkeit mit.
Der Feier auf dem Platz folgte noch ein gemütlicher Abend der Mannschaft, auf welchem es dann noch eine Überraschung geben sollte.

Klaus Salmutter teilte seinen Abschied mit. Er wird in seine Heimat Österreich zurückkehren, wechselt mit sofortiger Wirkung zu Sturm Graz, wo er eine Garantie für Erstligaeinsätze besitzt. Somit steht der Ösie in der Endrunde nicht mehr zur Verfügung, nahm bereits am folgenden Montag am Fitnesstest in Graz teil.

Tja, schade, Klaus war mit Sicherheit einer der beliebtesten Nachwuchsspieler des Vereins, gerade bei den weiblichen Personen. Nun gut, wünschen wir ihm viel Erfolg in der Alpenbundesliga, und uns eine erfolgreiche Endrunde.

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