Sportanlage Hiltroper Straße, Platz 1

Da man am Vortag auf sämtliche Saisonabschlussfeiern verzichtete, und dafür lediglich bei „Mutta“ und „Vatta“ nen Braten verspeiste, war man auch fit genug um bereits um 9 Uhr den Weg zur Hiltroper Straße anzutreten. Grund war das letzte A-Jugendauswärtsspiel der Regionalligasaison, welches zudem im Mittelpunkt der Eröffnung der neuen Nachwuchsanlage des VfL Bochum stand. Bevor wir also zum Spielbericht kommen ein kurzes Statement zum Neubau: Ne feine Anlage, allerdings kaum windgeschützt. Dazu bei der Eröffnung ein Darius Wosz, welcher in der Autogramme suchenden D-Jugend des VfL zunächst nicht auffiel, und „Pommes sind aus“ bereits ab 13.00 Uhr. Zum Spiel:

Der VfL konnte mit einem Sieg über uns bereits am vorletzten Spieltag den Meistertitel der Regionalliga unter Dach und Fach bringen, was wohl vor der Spielzeit kaum jemand für möglich gehalten hätte. Dies machte allerdings auch unserer Truppe mut; schließlich wurden die besten Spiele der Saison gegen starke Gegner wie Leverkusen und Zeckenhausen gezeigt. Dementsprechend begann das Team auch. Delura, Dede und Hesse hatten dabei die ersten größeren Möglichkeiten des Spiels, bevor so nach 20 Minuten die Gastgeber ihre erste starke Phase hatten. Es entwickelte sich dann ein erstklassiges Nachwuchsmatch mit Chancen auf beiden Seiten. Nach etwa 31 Minuten dann das 1:0 für die Bochumer durch einen Kopfballtreffer von Marten, bei welchem Tim Grothuysen leider nicht allzu glücklich aussah. Nach kleineren Möglichkeiten zum Ausgleich dann aber bereits weitere 8 Minuten später das 2:0 durch Tekkan. Dieser verwandelte einen Elfmeter nach dem er zuvor nach einem Zweikampf mit Grothuysen zu Fall kam. Nicht wenige waren der Meinung, dass der Pfiff zu unrecht erfolgte. Zur Pause stand es dann schließlich 3:1. Den Anschlusstreffer durch „Kai-Ich-Treff-Jetzt-Immer-Hesse“ egalisierte Costa in der 44. Minute.
Im zweiten Abschnitt spielte eigentlich nur noch der S04 nach vorne. Aber was bringts, in diesem Jahr klebt einfach die Seuche an den Stiefeln. Abgesehen vom zwischenzeitlichen 2:4 Hoffnungsschimmer durch Kai Hesse wurden die Chancen zu leicht vergeben. So konnte der VfL nicht nur die Meisterschaft feiern, sondern durch seine Konter von Ucar (47.) und Lewejohann (88.,90.) gar einen Kantersieg herausschießen.
So, wieder eine Entscheidung gefallen. Die Truppe von Trainer Lewandowski spielt umme Deutsche, während wir und „Schwach-gelb“ dumm aus der Wäsche gucken; wenn letztere nicht schlimmerweise letzten Endes den Sprung gar noch schaffen. So hätte Bochums Nachwuchs eigentlich kämpferisch, aber fair zur Sache gehen können, was er größtenteils auch tat. Nur einer musste natürlich wieder aus der Rolle fallen. Der Kollege Spillmann. „Hömma, welchet Panorama hasse eigentlich neben Dir herlaufen, dat Du Dich jedet mal gegen unsere Jungs prügeln willz!?“ Objekte seiner Begierde waren dieses mal „Bilo“ und „Charly“. Na ja, unterstellen wir einfach ma überzogenen Ehrgeiz, ohne böse Absichten. So, genug gebubbelt. Wünsche noch ne schöne Woche, und nicht vergessen:
Ennepetal und Westfalenpokalfinale rücken näher.

Glückauf

Ps: unn so für de ge-sport:

Weit unter Wert wurde die A-Jugend des FC Schalke 04 beim 2:6 (1:3) im letzten Auswärtsspiel in Bochum geschlagen.
Für den VfL Bochum wurde es ein Festtag. Einerseits wurde mit dieser Begegnung vor großer Kulisse die neue Anlage an der Hiltroper Straße eingeweiht. Des weiteren sicherte sich der Nachwuchs des VfL damit vorzeitig die Meisterschaft in der Regionalliga West. Dabei waren es zunächst die Königsblauen, die dem Spiel den Stempel aufdrückten. Hesse (4. + 17.), Dede (9.) und Delura (12.) erspielten sich die ersten Möglichkeiten der Partie. Erst ab der 19. Minute konnte sich der Tabellenführer befreien und hatte nun seinerseits die klareren Möglichkeiten. So entwickelte sich in der Folgezeit ein erstklassiges A-Jugendspiel. Dass die Gastgeber dann mit einer 3:1 Führung in die Pause gingen lag dabei nicht an einer spielerischen Überlegenheit, sondern vielmehr daran, dass sie zum einen mehr Fortune hatten, und zum anderen Tim Grothuysen bei den beiden Kopfballtoren des VfL doch recht unglücklich wirkte. Das Tor für die Gelsenkirchener erzielte wieder einmal Kai Hesse, welcher sich nach seiner „Beförderung“ zum Stürmer inzwischen auf Platz zwei der Torschützenliste vorgearbeitet hat. Nach dem Wiederanpfiff wurden die Königsblauen dann eiskalt erwischt. Direkt in der 46. Minute zieht Ucar aus spitzem Winkel ab und erhöht somit zum 4:1. Die Folge war ein 45-minütiges Anrennen des Schalker Nachwuchses, welches allerdings nur einmal belohnt wurde. Wieder einmal Kai Hesse konnte in der 60. Minute noch auf 2:4 verkürzen. Bei den vielen anderen Möglichkeiten hatte der VfL hingegen das Glück auf seiner Seite. Mehr noch; er war mit seinen Kontern effektiv und erfolgreich. Konnte Grothuysen nach seiner unglücklichen ersten Hälfte in der 82. Minute noch zweimal glänzend parieren, so war er in den letzten Minuten gegen Lewejohann jeweils machtlos.
Schalke: Grothuysen, Seiffert, Talarek, Petereit, Nawatzki, Aziz (76. Bork), Dede, Isailovic, Hesse, Takyi, Delura (69. Westerhoff)
Tore: 1:0 Marten (31.) 2:0 Tekkan (38. FE) 2:1 Hesse (43.) 3:1 Costa (44.) 4:1 Ucar (46.) 4:2 Hesse (60.) 5:2 und 6:2 Lewejohann (86., 87.)

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